Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen

Begabt leben - Mutig verändern

 

„Begabt leben – Mutig verändern“ in den Gemeinden und Kirchenkreisen realisieren und Ihnen dafür alle Unterstützung anbieten, die Sie brauchen: Das wollen wir!
Die Zehn Thesen bilden die Grundlage. Sowohl für regionale Workshops bei Ihnen vor Ort, die wir mit Ihnen gestalten, um an den für Sie brennenden Themen weiterzuarbeiten und Entwicklungsprozesse anzustoßen. Aber auch für eigene Reformprojekte, für die Sie Unterstützung suchen. Wir wollen Projekte fördern, die gut geplant, effektiv und nachhaltig sind. Wir legen Wert auf eine Ausrichtung anhand der Leitlinien unserer Landeskirche und orientieren uns bei der Auswahl der Projekte an diesen Kriterien und Empfehlungen.

Also greifen Sie die Gelegenheit beim Schopf und sprechen Sie uns an, wenn wir Sie mit Zukunftsforen, Workshops und Ideenkonferenzen zu Ihren Themen und Fragestellungen unterstützen können oder wenn Sie ein Reformprojekt umsetzen wollen.

Perspektivprogramm "Salz der Erde"

2007 – wurde „Salz der Erde“ verabschiedet, ein Perspektivprogramm, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, ein Bild der Kirche für die Zukunft zu entwickeln, Prioritäten kirchlichen Handelns zu beschreiben und die Erwartung an ehrenamtlich und berufliche Mitarbeitende zu klären.

Im Herbst 2010 gab es erstmals eine Zwischenbilanz, in der gezielt Kreiskirchenräte und Gemeindekirchenräte zum Reformprozess befragt wurden. Dabei wurde deutlich, dass die Zielvorhaben von "Salz der Erde" insgesamt eine hohe Akzeptanz fanden, wenn auch in unterschiedlicher Gewichtung. Darüber hinaus gab es aber auch eine Vielzahl von Kritik und Anregungen. Wesentlich waren:

  • eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Verantwortungsebenen in unserer Landeskirche zu erreichen
  • eine Unterstützungsstruktur für eigene Reformvorhaben zu entwickeln
  • mehr Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auf Gemeinde- und Kirchenkreisebene anzubieten
  • sicherzustellen, dass der Reformprozess als Ganzes nachhaltig wirkt


Salz der Erde 2 - Reform ist möglich

Diese Ergebnisse aufnehmend wurde auf der Frühjahrssynode 2011 „Salz der Erde 2 – Reform ist möglich“ verabschiedet. Das Konzept enthielt viele Einzelprojekte, die von einem eigens eingerichteten Reformbüro koordiniert und unterstützt wurden. Aber auch der Fokus änderte sich, es ging fortan weniger darum Zielvorstellungen der Leitungsebene an die Basis zu vermitteln, stattdessen sollten zukünftig die verschiedenen Verantwortungsebenen bei der Erarbeitung ihrer Ziele unterstützt werden und möglichst viele Kirchenmitglieder, haupt- und ehrenamtliche, auf den Reformweg mitgenommen werden. Unterstützung, Kommunikation, Beteiligung: Das waren die Stichworte.

 

Konsultationsprozess - "Welche Kirche morgen?"

Auf der Herbstsynode 2012 wurde als Konsequenz aus den Erfahrungen ein breiter Konsultationsprozess angestoßen. Verschiedene Abteilungen des Konsistoriums, das Amt für kirchliche Dienste, das Berliner Missionswerk, das Diakonische Werk, die Kirchenleitung und die Synode erarbeiteten gemeinsam einen Text mit dem Titel "Welche Kirche morgen?", der in der ganzen Landeskirche, auf allen Ebenen breit diskutiert werden sollte. Ein Fragebogen, der dem Heft beigelegt war, gab Gelegenheit, Meinungen, Erfahrungen und Anregungen zurückzumelden, damit sich die Synode im Frühjahr 2014 erneut der Frage nach der "Kirche von morgen" stellen und diese auch beantworten konnte. Als Ergebnis dieses Prozesses wurden im Frühjahr 2014 die Zehn Thesen "begabt leben – mutig verändern" verabschiedet.

Zehn Thesen "begabt leben - mutig verändern"

Die Resonanz auf die Zehn Thesen ist sehr positiv. Innerhalb und außerhalb unserer Kirche werden sie als präzise Definition der aktuellen Herausforderungen wahrgenommen. Die Zehn Thesen sind von der Vierten Landessynode als Leitthema für die sechsjährige Arbeit von 2015 bis 2020 beschlossen worden.

 

WERKTAG 2014

Am 11. Oktober 2014 lud die Landeskirche ca. 1.000 Delegierte in den Hangar 2 des Tempelhofer Flughafens ein, um mit ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitenden, Jugendlichen und Menschen reiferer Jahrgänge auf der Basis der Zehn Thesen die Zukunft unserer Landeskirche zu diskutieren.

Dieses erste, begeisternde Gemeinschaftserlebnis unserer jungen Landeskirche wurde getragen von den offenen, kritischen, zukunftsorientierten Impulsen der engagierten Delegierten. Die Aufbruchsstimmung und der Geist der Reformation, die der WERKTAG 2014 aufkommen ließ, zeigten deutlich, dass es in unserer Landeskirche den Willen, den Mut, die Ideen und die Tatkraft gibt, umzudenken, zu verändern, Neues zuzulassen.

Diese Begeisterung, die gegenseitige Wertschätzung und der Wunsch nach einer Weiterarbeit mit dem Begonnenen spiegelten sich in den zahlreichen Rückmeldungen auf den Tischdecken und in den Feedbackbögen wider. Die Auswertung hat überdeutlich den besonders hohen Stellenwert des Weltcafés „Kirche – morgen so!“ gezeigt, das in besonderem Maße die Beteiligung aller in einem intensiven Austausch und Gespräch ermöglichte und dabei jedem die Gelegenheit gab, Themen und Erfahrungen, Ideen und Anregungen mit- und auch einzubringen.

Die Tischrunden waren als erneute Zwischenstation im landeskirchlichen Reformprozess gedacht, um im Anschluss die wichtigen Themen zu identifizieren und eigenständig, in den regionalen Bezügen weiterzuentwickeln. In den Ergebnissen des Weltcafés kristallisieren sich vier große Themenfelder heraus, die für die künftige Weiterarbeit leitend sein sollen.

 

Wie wird es nun weitergehen?

 

Der WERKTAG 2014 war ein Gemeinschaftserlebnis mit gegenseitiger Ermutigung und einer intensiven Erfahrung der Wertschätzung – ein Meilenstein unseres Reformprozesses. Als würdigen Schlusspunkt hat er die Phase der Ausrichtung auf leitende Ziele abgeschlossen, die in einem gemeinsamen Prozess erarbeitet worden sind. Nun gilt es diese Unterstützung auch zu geben, den Austausch zu ermöglichen, gegenseitige Anregungen aufzunehmen, um praktisch und konkret weiterzuarbeiten.

Deshalb wurde ein Modell entwickelt, dass auch weiterhin auf breite Beteiligung setzt: Die Zehn Thesen und die Ergebnisse des WERKTAG 2014 bilden die Grundlage für regionale Workshops, die wir gemeinsam mit ihnen erarbeiten und durchführen werden. Ziel der Workshops ist es engagierte Akteur*innen zu finden, die Themen konkretisieren und einen Entwicklungsprozess anstoßen wollen und diese darin zu unterstützen.

Print